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Preise im Internethandel – Endpreiswerbung für Börsenranking unverzichtbar

Am Vorabend der Jahreshauptversammlung des Bundesverbands freier Kfz-Importeure (BfI) fand im Kölner Jolly Hotel im Mediapark ein Diskussionsforum zur Anwendung der Preisangabenverordnung bei Internetinseraten statt.

th / 17.11.2006: Köln: Am Vorabend der Jahreshauptversammlung des Bundesverbands freier Kfz-Importeure (BfI) fand im Kölner Jolly Hotel im Mediapark ein Diskussionsforum zur Anwendung der Preisangabenverordnung bei Internetinseraten statt. Der BfI-Einladung waren Vertreter der Börsen wie Manfred Seidel von Autoscout24 und Walter Schiel von euro-car-market (ecm), Ansgar Klein vom Bundesverband freier Kfz-Händler, Oliver Kube vom internet-forum haendler-treff und inserierende Händler gefolgt.

Allen Teilnehmern lagen Thesen vor, die der BfI erarbeitet hatte und zur Diskussion stellte. Anlaß für die Aktualität des Themas war die grassierende Flut zunehmend falscher Preisangaben in den Autobörsen. Im Run auf die vorderen Plätze wird vom Wagen abgebaut, was sich nur irgendwie herausrechnen lässt. Überführungskosten im Neuwagengeschäft gelten einigen schon lange als entbehrliche Preisbestandteile. Nach der Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden des BfI, Thomas Herzig, stellte Volker Linde, ebenfalls BfI, klar, dass der Kfz-Handel nicht mehr ohne Internetangebote auskommen könne. Viele der aktiven Händler nutzten das world wide web zur Information für den eigenen Einkauf. Wer verkaufen wolle und mit sehr spitzem Bleistift kalkuliere, hätte viele Kontakte auch über seine eigene Region hinaus. Walter Schiel (ecm) bestätigte, dass die Kaufwilligen zuallererst nach dem Preis schauten. Allerdings bestätigte er auch den Hinweis von Seidel (AS14), dass die Vorauswahl über gewünschte Extras immer stärker von den Käufern verwendet wird. Dann fielen die einfachen Autos aus dem Ranking heraus und weiter unten platzierte Anbieter hätten eine Chance auf den Kontakt zum Kunden. Klein vom BVfK wies auf den Grund hin, dass es primär um den Anruf des Kunden ginge, mit dem man fast alles machen könne, habe man ihn erst mal an der Angel. Dies bestätigten anwesende Händler. Er forderte den Dialog von Verbänden mit den betroffenen Börsen unter Einschluß der Händlerschaft und die Abkehr von vermehrt auftretenden Abmahnungen, die nur teuer und ärgerlich seien. Er ließ allerdings auch keinen Zweifel daran, dass wohl - wie in Deutschland üblich, Gerichte den Schlusspunkt unter die Diskussion setzten. Auf die Frage des Moderators Harry Sanne, ob man sich nur noch mit einem Inserat in die Börsen trauen dürfe, wenn man ein Rechtsgutachten dazu vorher eingeholt hätte, antwortete RA Tittus, Anwalt des BfI-Mitglieds Steurer, mit einem klaren Nein. Es reiche schon, wenn man eben nach Preisangabenverordnung werbe. Aber er bekannte sich auch zum Nutzen der Abmahnungen für die vielen ehrlichen, die richtig werben und auf den unteren Plätzen nicht mehr wahrgenommen werden. Für die hätte sich die Situation gebessert, weil in den letzten Wochen eine korrektere Werbepraxis beobachtet worden sei. Geschäftsführer Bernd Jütten vom Internet-Autokaufhaus Jütten & Koolen, hatte mit einer besonderen Angabe für die anfallenden Überführungskosten Nachahmer in der Branche gefunden. Er bestätigte aber, was er dem BfI schon zugesagt hatte, lieber heute als morgen zur Endpreiswerbung zurückzukehren, wenn sich diese Art zu werben, durch Zusammenarbeit der Verbände und Gerichtsentscheidungen endlich durchsetzte. Der Inhaber von Euro-Car Thoma, Frank Thoma, schlug vor, in einem pop-up Fenster oder in anderer, geeigneter Weise den Kunden auf den Endpreischarakter des annoncierten Preises hinzuweisen. Auch die Änderung der AGBs der Börsen wurde ins Spiel gebracht. Klein (BVfK) forderte von den Börsenbetreibern, Inserate dann zu löschen wenn sie eben nicht mehr den geänderten AGB-s entspreche. In den kurzen Statements zum Schluß begrüßten alle Teilnehmer diesen Runden Tisch, an dem unerwartet viel Konsens zu tage getreten sei. Der Prozeß der Bereinigung sei in Fluß gekommen, eine schnelle Lösung des Problems dürfe man aber nicht erwarten. Jetzt käme es vor allem darauf an, dass für die werbenden Händler Strategien entwickelt werden, damit deren Angebote im Ranking auf dem richtigen Platz erschienen, so Schiel. AS24 bedankte sich für die Einbindung in den Diskussionsprozeß. Man nehme für die interne Bearbeitung Anregungen mit und erkenne das Problem für die seriösen Händler. Eine Fortsetzung des Dialogs wünsche sich auch Deutschlands größte Internetbörse für Automobile. Das Thema Endpreis bliebe auf der Agenda. Der BfI-Vorsitzende versprach, zu einer zweiten Runde alle Anwesenden einzuladen, die am besten im Qualitätsmanagement einer großen Börse stattfinden sollte. Die mehr als zweistündige interessante Veranstaltung endete im Bewusstsein, dass solche großen Themen vor allem durch Kooperation aller Betroffenen bearbeitet werden. In diesem Sinne wird der BfI mit allen Teilnehmern im Gespräch bleiben.

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