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Mitsubishi Motors: Verletzungen des Garantieversprechens beendet

th/as – Flensburg und Born/NL: Seit Sommer des vergangenen Jahres hatte Mitsubishi Deutschland Garantiearbeiten zu Lasten des Herstellers an einigen parallel importierten Fahrzeugen, vorrangig Modelle des Outlander, ausgeschlossen. Sowohl Händler als auch Endverbraucher hatten sich an den Bundesverband freier Kfz-Importeure mit der Bitte gewandt, diesen Zustand zu prüfen und – nach Möglichkeit – zu beenden.

th/as – Flensburg und Born/Schiphol (NL): Der europäische Generalimporteur für Mitsubishi Fahrzeuge hat auf Anfrage des Bundesverbandes freier Kfz-Importeure BfI am 7. Februar d. J. die Gültigkeit von Serviceheften bestätigt, die im konkreten Fall für Mitsubishi Outlander aus der Ukraine ausgestellt wurden. Erst durch wiederholtes Nachhaken des BfI, zuletzt Anfang Januar 2011, sah sich die Europazentrale des japanischen Herstellers in der Pflicht, alle nationalen Vertriebsorganisationen ihres Verantwortungsgebiets an die Gültigkeit der Garantieversprechen aus den Serviceheften zu erinnern.
Ausgangspunkt der Nachfrage war die Verweigerung von Garantieleistungen durch deutsche Mitsubishi-Vertragshändler, die an Outlandern – produziert für die Ukraine, aber inzwischen in Deutschland zugelassen – Arbeiten im Rahmen der Herstellergarantie ablehnten. Sie zogen sich dabei auf Aussagen des deutschen Generalimporteurs zurück, der in diesem Zusammenhang auf die Herkunft der Fahrzeuge aus einem Nicht-EU-Staat hinwies.

Die Position des BfI stützt sich auf den Grundsatz, dass Dokumente, die ein Hersteller seinem Produkt freiwillig beilegt, generell gelten. Im konkreten Fall waren die EU-Mitgliedsstaaten, auch Deutschland, explizit im Serviceheft aufgeführt. Die Garantiehefte waren vom ukrainischen Mitsubishi-Vertrieb ordnungsgemäß ausgefüllt und stellten so das auch in Deutschland anzuerkennende Garantiezertifikat dar. Diese Auffassung des BfI bestätigte jetzt Mitsubishi Motors Europe B.V. auch schriftlich durch eine entsprechende Erklärung. (s. Anhang)

Auf dem alljährlichen Kongress der European Association of Independent Vehicle Traders – E.A.I.V.T., des freien, nicht an Marken gebundenen Kfz-Handels im Juni 2010 in Kopenhagen – hatte ein dänisches Mitglied dieses europäischen Dachverbandes den deutschen Verband angesprochen und um Hilfe in Garantiefragen für seine deutschen Kunden gebeten. Dies geschah insbesondere deshalb, weil es in Deutschland von Beginn an Probleme bei der Ausführung von Garantiearbeiten gab, in den Niederlanden für Fahrzeuge gleicher Herkunft aber nicht.

Der Vorstand des BfI äußerte sich indes zufrieden über die Entscheidung der europäischen Führungsspitze der Mitsubishi Motors Corporation und verweist auf den großen Wert des inzwischen in vielen Staaten fest verankerten paneuropäischen Netzwerkes des freien Kfz-Handels. Einerseits zeige sich, dass geltendes Recht nicht automatisch umgesetzt werde. Andererseits eignen sich nationale Grenzen im europäischen Binnenmarkt nicht mehr als Hindernis, um Verbraucherinteressen wirksam zu behindern.

Diese Erkenntnis scheine sich langsam auch bei Global Playern durchzusetzen, weil Nachhaltigkeit und damit der eigene Erfolg gefördert werde. Natürlich könne die Europäische Kommission immer um Hilfe angerufen werden, aber juristische Verfahren seien vor allem langwierig und kostspielig. Insofern sehen BfI und E.A.I.V.T auch der Antwort des dänischen Mitsubishi-Vertriebs über Lieferbehinderungen und Verbraucherdiskriminierung optimistisch entgegen. (Vgl. PresseMitteilung BfI zum Preislistensplitting)

Antwort Mitsubishi Motors (PDF-Datei)

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