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Kodex-Diskussion in Neu-Ulm fortgesetzt – BfI-Mitglieder aus dem Süden fordern Offenen Brief an die Börsen: Tut endlich was gegen unseriöse Anbieter in euren Ergebnislisten!

Trotz Kodex-Einführung in den AGB der Autobörsen regieren auf den vorderen Plätzen häufig Marktschreierei und Falschangebot – König Kunde wird allzu oft an der Nase herumgeführt.

th/ft / 03.12.2008: Neu-Ulm/Finningen: Der seit 2006 laufende Kampf für mehr Transparenz und Verlässlichkeit der Informationen in den Autobörsen ist mit einem Erfahrungsaustausch der süddeutschen Mitglieder des BfI am 3. Dezember im schwäbischen Finningen fortgeführt worden. Der Vorstand hatte nach der schwach besuchten Jahreshauptversammlung von Berlin entschieden, die Kodex-Diskussion nicht ohne ein Votum der Südländer abzuschließen.

Nachdem heute die in den Ergebnislisten angezeigten Preise zum überwiegenden Teil auch die notwendigen Überführungskosten beinhalten, sind die üblichen Falschfahrer in den Autobörsen auf neue Methoden ausgewichen, u.a.: Niedrigstangebote mit inakzeptabel langen Lieferzeiten stehen heute ganz weit oben. Wenn sich Kaufinteressenten noch vom Preis anziehen lassen, kapitulieren viele vor der in diesen Inseraten genannten 5-monatigen Wartezeit, z.B. auf einen neuen Polo.

Der Händler auf den ersten Plätzen will aber in erster Linie nur den Kontakt zum potentiellen Käufer. Nachdem diese Hürde auf Basis eines „Schummelarguments“ genommen ist, kann das geschulte Personal Alternativen aus dem Lagerbestand anbieten. Diese Autos liegen dann – weil besser ausgestattet – häufig über den Preisen der seriösen Mitbewerber, wenn man ausstattungsbereinigt vergleicht.

Die Interessenten können diese Vergleiche in aller Regel nicht anstellen, weil Ausstattungsunterschiede bei den Modellen häufig gar nicht erkannt werden. Die ersten Plätze sind in der Rubrik Neuwagen mit Angeboten zugemüllt, die den Konsumenten immer seltener bis zum ehrlichen Anbieter durchdringen lassen. Das Nachsehen haben sowohl die seriösen Händler als auch Verbraucher. Deshalb erging in der lebhaften Diskussion ganz einhellig die Forderung an die Börsen, sich der immer noch unbefriedigenden Situation stärker anzunehmen. Der BfI wird sich daher in einem Offenen Brief an die drei großen Börsen wenden und deren Verantwortung für einen transparenteren Markt einfordern. Gerade die korrekt werbenden Händler sind angesichts der Krise in Finanz- und Automobilbranche weder in der Lage noch Willens, Verluste aus dieser verzerrten Wettbewerbssituation länger hinzunehmen. In dem Zusammenhang wurden Überlegungen geäußert, über den Kreis der BfI-Mitglieder hinaus, mit anderen Betroffenen zusammen zu arbeiten. Dazu wird der 2. Vorsitzende, Frank Thoma, Sondierungsgespräche mit BVfK-Mitgliedern suchen. Es werde, so Thomas Herzig, auch Kontakte zum früheren BfI-Vorsitzenden Breitgoff und dessen Organisation, €cafo, geben. Am Ende der Tagung stand fest: Die Strategie des BfI wird weiterhin zweigleisig sein: In der Entwicklung und Verbesserung des eMarket-Kodex werden dem Endverbraucher notwendige Orientierungshilfen gegeben. In den Fällen hartnäckig falscher Werbung auf den Online-Plattformen werden diese Betriebe nach wie vor mit dem Wettbewerbsrecht konfrontiert. Hier darf von weiteren Erfolgen vor deutschen Gerichten ausgegangen werden.

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