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BfI und E.A.I.V.T. hinterfragen Lieferbehinderungen durch Mitsubishi

th/mb – Flensburg und Brüssel: Die Klagen über rechtsbedenkliche Lieferbehinderungen von Endverbrauchern, die sich eines Vermittlers bedienen oder selbst außerhalb ihres Heimatlandes ein Neufahrzeug nach den EU-Regeln erwerben wollen, nehmen zu. Auffällig war zunächst Mitsubishi Dänemark, dessen nationale Importorganisation alle Fahrzeuge des Modells ASX um 6.000 DKK verteuerte.

Die Krise der Automobilindustrie in den Jahren 2007/08 beruhte auf der Produktion nach Kapazität der Montagelinien. Was produziert werden konnte, wurde nur zum Teil auch verkauft, der Rest fuhr auf die Halde. Mit beispiellosen Hilfsaktionen reagierten viele EU-Mitgliedsstaaten und förderten den Abverkauf der Lagerbestände. Gleichzeitig setzte sich bei den Herstellern die Erkenntnis durch, dass man nicht permanent mit solchen steuerlichen Hilfsmaßnahmen rechnen könne. In Folge dessen wurde weniger produziert. Parallel dazu verstärkte man die Bearbeitung jener Märkte, die wachsen können: insbesondere China, Russland, Brasilien und Indien wurden stärker beobachtet und in den Fokus des Marketings gerückt.
Die großen Fahrzeughalden sind heute in Europa abgebaut. Bei einigen Modellen gibt es Lieferschwierigkeiten. Dies gilt insbesondere für die stark nachgefragten Fahrzeuge des SUV Segments Nissan Qashqai, Skoda Yeti oder der Mitsubishi ASX. Aber auch Hyundai iX35 und der neue KIA Sportage sind in einigen Ausstattungsvarianten mit langen Lieferzeiten belastet.

In dieser Situation stabiler oder gar steigender Preise gewinnen jene nationalen Märkte in der EU zusätzliche Attraktivität, die mit gewohnt niedrigen Preisen aufgrund nationaler Steuergestaltung auskommen müssen. Dazu gehört auch Dänemark. Mitsubishi geht dabei so vor, dass alle Neufahrzeuge des ASX ab dänischem Importeur mit einem Aufschlag von 6.000 DKK den Händlern in Rechnung gestellt werden. Bei Nachweis einer Zulassung in Dänemark wird der Betrag gutgeschrieben.

Diese Praxis einer zweigeteilten Preisliste ist durch Europäisches Recht nicht gedeckt und stellt eine Diskriminierung der EU-Bürger dar, die sich der Vorteile des Binnenmarktes bedienen wollen. Deshalb haben die freien Händler – vertreten durch den deutschen Bundesverband freier Kfz-Importeure, BfI, und die europäische Dachorganisation E.A.I.V.T., sich in einem gemeinsamen Schreiben an Mitsubishi Dänemark gewandt und zur Stellungnahme zu dieser Praxis aufgefordert. Gleichzeitig wurde die Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission von dieser Anfrage unterrichtet.
Die Nachfrage der beiden Händlerverbände hat neben der direkten Wirkung auf Mitsubishi vor allem prophylaktischen Charakter. Ganz ähnliches Vorgehen wird bei Opel und Audi beobachtet. Andere Hersteller könnten dem Beispiel folgen. Ein Rückfall in Kleinstaaterei darf es nicht geben.

 

Gemeinsames Anschreiben des BfI und E.A.V.T. (PDF-Datei)

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